Fahrt zum Schweden und das Milchtüten-Drama

Da wir seit ein paar Tagen ein neues „Familienmitglied“ haben (Auto gekauft *yeah* \o/ ), haben wir heute die Jungfernfahrt angetreten und haben das nächstgelegene schwedische Möbelhaus besucht. Wir hatten noch ein paar Gutscheine übrig, die darum bettelten, endlich ausgegeben zu werden und das ist ja bei IKEA gaaar kein Problem 😉

Nun ja, da das Kind neuerdings immer streikt, sobald es ans Anschnallen geht, egal wo, im Kinderwagen, Hochsitz, Autositz, haben wir gewartet bis Madame ihren Mittagsschlaf hält und sind dann erst los. Somit war die Hinfahrt relativ problemlos. Auf der Rückfahrt war es allerdings nicht mehr so lustig. Ich habe schon alle Register gezogen, sogar mein Handy zum Spielen angeboten, das wurde verschmäht! (Ich gebe es ihr eigentlich nicht, denn es muss nicht immer alles vollgesabbert werden 😉 ) Kind schrie immer lauter und wilder, Brei nein, Trinken nein, Spielen nein. Mann fuhr genervt auf einen Rastplatz und meinte: „Gib ihr die Brust“.

schrauben

Ja, ich stille immernoch (Motte ist fast 10 Monate), aber eigentlich nur noch nachts. Tagsüber kriegt sie aus Prinzip nichts. Versteht mich nicht falsch, ich liebe das Stillen und das gemeinsame Kuscheln dabei. Als ich noch schwanger war und keine Ahnung hatte wie das alles mit einem Kind wird, habe ich immer gesagt, mit 6 Monaten stille ich ab. Punkt.  Allerdings hatte ich die Rechnung ohne Kind gemacht und die Umgewöhnung von Vollstillen auf Brei dauerte ziemlich lange (und fiel auch mir sehr schwer). Jedenfalls haben wir das jetzt so eingependelt, dass sie tagsüber Brei isst und nachts angedockt wird. Und trotz all‘ der schönen Stillerei, fühle ich mich manchmal einfach nur wie eine Milchkuh! Heute ist einer dieser Tage, vielleicht ist das Wetter Schuld, meine Laune, Pups quer sitzen, ich weiß es nicht, auf jeden Fall habe ich nach diesen Worten meines Mannes spontan losgeheult. Kind angedockt und Ruhe war. In völliger Stille ging es dann nach Hause, Kind hat geratzt und ich habe gegrübelt. Warum reagiere ich so?

Ich glaube der Beginn der Beikost war für mich ein erster kleiner Schritt zurück in meine „Unabhängigkeit“ (wo ich doch eigentlich eine Glucke bin) und es fühlt sich an, wie ein Schritt zurück, wenn ich ihr tagsüber die Brust gebe. Ach, ich weiß auch nicht. Ich liebe meine Motte und gebe ihr auch nach wie vor gerne die Brust und halte auch als Schnuller her. Es gibt jedoch Tage, da denke ich mir, warum habe ich nicht schon abgestillt und dem Kind konsequenter versucht die Folgemilch schmackhaft zu machen? Aber an den guten Tagen weiß ich warum: weil mein Bauchgefühl einfach sagt, dass es das richtige ist. Für uns beide, solange wir wollen! Ich stille weiter, solange mein kleines Milchmonster das möchte, allerdings hat die Milchbar tagsüber geschlossen, da gehören die Milchtüten nur mir, das ist meine Unabhängigkeitserklärung 🙂

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