Messlatte tiefer legen!

Beim ersten Kind wollten wir perfekt sein. Wir wollten alles richtig machen und hatten ständig Angst.

Ist das Kind warm genug angezogen? Verhungert es gleich? Ist es zu warm? Wird es den Schnupfen überleben? Darf ich auch Produkte ohne Bio Siegel kaufen? Schaffe ich es pünktlich zum Arzt Termin, wenn ich mindestens 4 Stunden früher aufstehe?

Ja, sie hat überlebt und ist mittlerweile über 2 Jahre alt 🙂 jetzt beginnt das Abenteuer Geschwister Kind.
Mein Gold Löckchen habe ich nach Bedarf gestillt und da sie ein Frühchen war, hat es anfangs eeeeewig gedauert. Ich habe teilweise 6-7 Stunden am Stück gestillt und es nicht einmal auf Toilette geschafft. Damals habe ich mich immer gefragt, wie machen das Mütter mit mehreren Kindern?

Ganz einfach, das stillende Baby einfach immer und überall andocken. Beim Abendessen, beim Lesen, beim lernen. Das Leben bleibt nicht stehen, aber der kleine Knirps (und ich auch :)) brauchen unsere Kuschel- und Stilleinheiten. So versuche ich allen ein wenig gerecht zu werden.

Früher habe ich mich gefragt, nachdem ich nass geschwitzt und völlig abgehetzt zu Terminen kam, wie schaffen das Mütter mit mehreren Kindern?

Alles eine Frage der Logistik! Am Abend vorher schon soweit alles vorbereiten, wie es geht. Manchmal decke ich sogar schon den halben Frühstückstisch, damit ich eine Sorge weniger habe am Morgen 😉
Jetzt denke ich wehmütig an diese Zeit zurück. Ich hatte sogar Angst meine Große damals außerhalb zu Stillen. Jetzt wird meine Kleine überall angelegt, ohne Scham oder so.

Mein Gold Löckchen habe ich völlig schnullerfrei durch die Stillzeit gebracht und war mächtig stolz darauf (kein nerviges abgewöhnen etc.). Heute stecke ich meinem Knirps einen Schnuller in die Schnute, um mir 10 Minuten Freizeit zu erkaufen um zum Beispiel eine Dusche zu genießen. Das schlechte Gewissen ist groß, aber mittlerweile habe ich die Gewissheit, dass auch sie glücklich aufwachsen wird und ihren ersten Geburtstag erlebt, auch wenn ich nicht DIE perfekte Creme benutze, auch wenn ich nicht immer sofort auf ihre Rufe reagieren kann und auch wenn sie mal kalte Füße hat 😉

Als zweifache Mutter schraubt man auch sein Sauberkeitsbedürfnis auf ein Minimum herab. Es gibt Sachen, die können nicht warten (Katzenklo, Müll raus bringen etc.), aber wenn die Wäsche einen Tag länger hängt oder das Bett mal nicht gemacht ist, so what?! Es gibt soviel schönere Sachen zu erledigen. Kuscheln und knutschen mit den Knurpsen zum Beispiel….. 🙂

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